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HOCHTIEF erhält 230-Mio.-Euro-Auftrag für Forschungszentrum in Kiel

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Neubau des Max Rubner-Instituts im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ermöglicht Spitzenforschung im Bereich Ernährung und Lebensmittel

  • PPP-Auftrag unterstreicht führende Position von HOCHTIEF im Wachstumsmarkt Gesundheit/Biopharma
  • Projekt stärkt den Wissenschaftsstandort Kiel und führt mehrere Institute zusammen
  • Hochkomplexer Bau mit Speziallaboren und höchsten Sicherheitsstandards
  • Geothermie und BNB-Zertifizierung: nachhaltiger Betrieb durch HOCHTIEF

HOCHTIEF hat den von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den Auftrag erhalten, in Kiel eine der modernsten Forschungseinrichtungen in Deutschland zu realisieren. Das Gesamtvertragsvolumen zum Neubau des Max Rubner-Instituts (MRI) beträgt rund 230 Millionen Euro. Der heute in Berlin unterschriebene Vertrag sieht vor, dass HOCHTIEF PPP Solutions nicht nur Planung und Bau übernimmt, sondern das Gebäude auch für 30 Jahre betreiben wird. Die Fertigstellung ist im Herbst 2028 vorgesehen.

HOCHTIEF Vorstandsvorsitzender Juan Santamaría: „Mit diesem Projekt stärken wir unsere Position im strategisch wichtigen Wachstumsmarkt Gesundheit/Biopharma und leisten einen Beitrag zur weiteren Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland. Durch die Verbindung von Planung, Bau und Betrieb konnten wir das Gebäude über den gesamten Lebenszyklus optimieren.“

Das neue Zentrum liegt in direkter Nachbarschaft zur Christian-Albrechts-Universität. In ihm werden die Kieler und Hamburger Einheiten des Bundesforschungsinstituts zusammengefasst. In dem Gebäude mit einer Nutzfläche von etwa 6.250 Quadratmetern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interdisziplinär zusammenarbeiten.

Da im Institut hochempfindliche Mikroskope und Messgeräte zum Einsatz kommen, wird HOCHTIEF das Gebäude weitgehend von der Umgebung entkoppeln, um es vor Schwingungen und Erschütterungen zu schützen. Die Labore für Mikrobiologie oder Nahrungsmittelforschung werden strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Ein aufwändiges Sicherheitskonzept in Anlehnung an die Richtlinien des Bundeskriminalamtes (BKA) schützt das Gebäude und die Menschen, die darin arbeiten.

Bei der Planung des Max Rubner-Instituts hat HOCHTIEF großen Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Es erfüllt die bundeseigenen Standards für nachhaltiges Bauen (BNB) in Silber sowie den Effizienzstandard EGB 40. Die Wärmeversorgung erfolgt über oberflächennahe Geothermie.

HOCHTIEF und seine Konzerngesellschaften realisieren zurzeit zahlreiche Forschungseinrichtungen und Laborgebäude, darunter Großprojekte an der Universität in Berkeley in Kalifornien, an der Universität in Cleveland, Ohio, sowie an den Universitäten Rosenheim und Duisburg-Essen. Vor einigen Monaten hat HOCHTIEF ein Laborgebäude in Schwarzheide an den Chemiekonzern BASF übergeben.